Warum manche Bücher Zeit brauchen – und was bewusstes Lesen mit uns macht

Lesedauer: 4 Minuten

Manchmal stehen Bücher im Regal und warten. Dein SUB (Abkürzung für „Stapel ungelesener Bücher“) wächst gefühlt ins Unermessliche und starrt dich vorwurfsvoll an.  Aber die Bücher liegen dort nicht, weil du sie vergessen hast – sondern weil gerade kein Raum für sie da ist. Weil sie nicht nebenbei funktionieren. Weil sie Begegnung statt Ablenkung sind.

Vielleicht kennst du das: Du liebst Geschichten, du möchtest lesen – aber das Leben passiert im 120-Prozent-Modus. Zwischen Arbeit, Familie, Terminen und Müdigkeit erscheint Lesen wie ein Bonus, den man sich verdient haben muss. Und wenn dann Zeit wäre, greift die Hand eher zum Handy als zum Buch, einfach weil die Kraft fehlt, wirklich einzutauchen.

Bewusstes Lesen für mehr innere Ruhe und Erkenntnis

Warum wir heute oft „nebenbei“ lesen

Lesen ist längst Teil unserer Multitasking-Mentalität geworden. Ein Kapitel zum Einschlafen. Drei Seiten in der Mittagspause. Ein eBook für den Urlaub, „damit man was dabei hat“. Es ist nichts falsch daran – es zeigt nur, wie sehr Bücher inzwischen in denselben Takt gerutscht sind wie der Rest unseres Alltags.

Oft wird Lesen zu:

  • Ablenkung
  • Einschlafroutine
  • Flucht aus der Überforderung
  • etwas, das „mitlaufen“ soll

Zumindest fühlt sich das manchmal wie Selbstfürsorge an. Nur ist es selten die Art von Ruhe, nach der wir uns wirklich sehnen.
Die eigene Lesehistorie wird in Journals dokumentiert und mit Apps getrackt, um am Ende des Jahres eine möglichst beeindruckende Anzahl an gelesenen Büchern vorweisen zu können.

Wenn ein Buch mehr will als Aufmerksamkeit

Manche Geschichten lassen sich nicht im Vorbeigehen lesen. Sie verweigern sich dem „schnell noch ein Kapitel“ und ziehen nicht mit, wenn der Kopf im To-do-Modus bleibt. Sie fordern etwas, das uns heute fast fremd geworden ist: Präsenz.

Solche Bücher lassen sich nicht „weglesen“. Sie öffnen Räume:

  • Gedanken wandern weiter als die Seite und begleiten auch nach dem Lesen noch
  • manche Passagen brauchen zwei Anläufe
  • Stille entsteht zwischen den Sätzen

Eine Leserin schrieb mir einmal, dass sie bei bestimmten Stellen wieder zurückblättern musste, „weil die Geschichte mehr gesagt hat, als ich beim ersten Lesen überhaupt hören konnte“ und zum Nachdenken über das eigene Leben angeregt hat. Das ist eine spannende Beobachtung. Genau darum geht’s beim bewussten Lesen.

Was bewusstes Lesen mit uns macht

Bewusst zu lesen, entschleunigt. Nicht, weil es „langsames Lesen“ als Technik braucht, sondern weil es von selbst passiert. Der Atem wird ruhiger, die Gedanken sortieren sich und das Außen rückt ein Stück weit weg.

Bewusstes Lesen bringt:

Effekt Gefühl
Entschleunigung „Ich komme wieder bei mir an“
Selbstbeobachtung „Das beschäftigt mich länger“
emotionale Resonanz „Es darf mich berühren“
Klarheit „Jetzt sehe ich die Zusammenhänge“

Dabei darf es leise sein. Oder laut. Oder begleitet von Tränen. Gute Geschichten wirken nicht, weil sie literarische Meisterwerke sind – sondern weil sie etwas in uns auslösen, das nicht sofort fertig ist.

Bewusstes Lesen für mehr innere Ruhe und Erkenntnis Bewusstes Lesen für mehr innere Ruhe und Erkenntnis

Reflexionsmoment

Nutze gerne diese beiden Fragen, um dir deinen eigenen Umgang mit der Zeit zum Lesen bewusst zu machen:

  • Welche Bücher sind dir zuletzt nachgegangen?
  • Und wann hast du das letzte Mal wirklich in Ruhe gelesen?

Meine Geschichte für dich

Mein Roman gehört zu diesen langsamen Geschichten. Kein Ratgeber, kein „Mach-dies-und-dann-geht’s-dir-besser“, keine schnelle Lösung für die Welt. Eher ein Raum, in dem Figuren fühlen, zweifeln und sich verändern dürfen – ohne dass alles sofort erklärt wird.

Eine Kundin schrieb mir nach dem Lesen:

„Ich musste den Roman ein paar Tage liegen lassen, weil ich beim Lesen selbst so viel gespürt habe. Die Geschichte hat mich viel zum Nachdenken über mein eigenes Leben gebracht.“

Das ist genau die Art von Lesen, die ich meine: nicht als Zeitvertreib, sondern als Begegnung.

Lesen nur für DICH

Niemand muss mehr lesen. Auch nicht schneller. Auch nicht „produktiver“. Aber wir dürfen anders lesen. Weniger nach Masse, mehr nach Tiefe. Nicht für den Bücherturm auf dem Nachtkästchen – sondern für das Gefühl, aus einer Geschichte anders herauszukommen, als wir hineingegangen sind.

Wenn du Lust hast, eine solche Geschichte kennenzulernen, findest du hier mehr zu meinem Roman – ohne Erwartung, nur als Möglichkeit:

  • Debütroman von Maria Veit: „Hinter dem Fenster – mein Leben“
    Zu lange stellte das Leben die Weichen – bis eine Fahrt im Nachtzug nach Kroatien zur Chance wird, wieder bewusst zu leben.
    In allen Buchhandlungen & als eBook erhältlich!
    ISBN: 978-3-565086-78-8
    Roman "Hinter dem Fenster - mein Leben", eine Erkenntnisreise (Autorin: Maria Veit)

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